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Dr. Kirsten Tackmann

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Fragen zur Nachhaltigkeit

Was bedeutet Nachhaltige Entwicklung für Sie?


Nachhaltigkeit ist komplex. Die Vereinten Nationen haben Ende 2015 17 Ziele mit 167 (!) Unterzielen für eine nachhaltige Entwicklung in allen Mitgliedsländern beschlossen. Für mich als Abgeordnete im Bundestag, die im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft ihren Schwerpunkt hat, sind daher die mit der Landwirtschaft und Agrarpolitik verbundenen Nachhaltigkeitsaspekte besonders wichtig. Eine ortsansässige und ortsangebundene, natur- und umweltgerechte Landwirtschaft ermöglicht gerade in Gebieten wie der Prignitz und des Ruppiner Landes, Nachhaltigkeit auch als Motor lebendiger, ländlicher Räume zu verstehen. Nachhaltigkeit fördert regionale Identifikation, den wirtschaftlichen und sozialen Austausch und die Attraktivität der Heimat als Lebensraum und als attraktive Naherholungsregionen für Menschen aus den Großstadtregionen Berlin und Hamburg.
Ein weiterer, für mich sehr wichtiger persönlicher Nachhaltigkeitsaspekt ist die Geschlechtergleichstellung.

Welche Angebote halten sie in diesem Bereich vor oder sind zukünftig geplant?

In vielen Veranstaltungen im Wahlkreis und politischen Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern in der Region spreche ich über Nachhaltigkeitsthemen und werbe für dieses Konzept, mit dem ökonomische, soziale und ökologische Interessen auf demokratischem Weg zusammengeführt werden sollen.
Direkt fördere ich solche Projekte im Wahlkreis mit dem Geld aus den Erhöhungen der Abgeordnetendiäten. Darunter auch den Verbund für Bildung und Nachhaltigkeit.
Als ein wichtiges Nachhaltigkeitsthema im Landkreis werde ich in Kooperation mit der Landesministerin Diana Golze voraussichtlich im Juni eine öffentliche Tagung zur Gemeinnützigkeit im Themenfeld Wohnen und sozialer Wohnungsbau/Stadtsanierung in Wittstock organisieren.

In welcher Form setzen Sie Nachhaltigkeit um?

Direkt in meinem persönlichen Verhalten versuche ich möglichst umfassend die Angebote des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs zu nutzen, allerdings gelingt das meistens nur außerhalb der Prignitz. Dazu sind mir in meinem privaten Konsum regionale und ökologisch produzierte Produkte wichtig.
In der politischen Arbeit im Bundestag, im Landesvorstand der LINKEN Brandenburg und in der Wahlkreisarbeit (Landkreise Prignitz, Ostprignitz Ruppin und Teile des Havellandes) sind meine Schwerpunkte regionale Landwirtschaft, von der man leben kann und die dennoch mit Respekt für die Natur agiert, und lebenswerte Dörfer. Die Landwirtschaft gerade in unserer Region muss sich den Anforderungen in Sachen Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität, Tierschutz und fairer Arbeitsbedingungen stellen. Dafür soll sie faire Preise und wenn nötig, eine angemessene Agrarförderung bekommen. Zusätzlich ist mir wichtig, dass gerade die Landwirtschaft ortsgebunden in der Hand derjenigen bleibt, die in den Dörfern der Prignitz und des Ruppiner Landes leben und arbeiten wollen.